Bandscheibenvorfall

Bandscheibenvorfall

Rund 70 Prozent aller Deutschen leiden gelegentlich unter Rückenschmerzen. Die Ursachen können sehr vielfältig sein und von Bewegungsmangel, Haltungsschäden bis hin zu einem Bandscheibenvorfall reichen.

 

Bandscheibenvorfall - Wenn der Rücken den Dienst versagt

Rund 70 Prozent aller Deutschen leiden gelegentlich unter Rückenschmerzen. Die Ursachen können sehr vielfältig sein und von Bewegungsmangel, Haltungsschäden bis hin zu einem Bandscheibenvorfall reichen. Liegt der Grund für die Rückenschmerzen in einem Bandscheibenvorfall, ist dringend Handlungsbedarf gefordert. Durch welche weiteren Symptome sich ein Bandscheibenvorfall bemerkbar macht und welche Maßnahmen ergriffen werden sollten, erfahren Sie hier.

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Welchen Zweck erfüllen die Bandscheiben?

Wirbelsäule Aufbau

Die Bandscheiben sind elastische knorpelartige Verbindungen zwischen den einzelnen Wirbelkörpern. Sie haben eine Art Stoßdämpferfunktion und puffern Erschütterungen der Wirbelsäule beim Laufen oder Springen ab. Bandscheiben bestehen aus einem äußeren Faserknorpelring und einem weichen polsterartigen Gallertkern. Längsbänder trennen die Bandscheibe vom Rückenmarkskanal. Nicht zuletzt erlauben erst die elastischen Bandscheiben Dreh- und Beugungsbewegungen der Wirbelsäule. Der menschliche Körper verfügt insgesamt über 23 Bandscheiben.

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Wie entsteht ein Bandscheibenvorfall?

Der weiche Kern der Bandscheibe verliert mit zunehmendem Alter an Feuchtigkeit und wird immer dünner. Zudem nimmt die Elastizität des Faserrings ab – er wird mit der Zeit spröde und es entstehen Risse. Dringt degeneriertes Gewebe des Gallertkerns in die Risse ein und durchbricht schließlich den Faserring, spricht man von einem Bandscheibenvorfall. Das ausgetretene Gewebe drückt auf die Spinalnerven, die vom Rückenmarkskanal ausgehen oder direkt auf das Rückenmark – es entstehen Schmerzen. Bleibt der Faserring intakt, kommt es lediglich zu einer Vorwölbung, die häufig einem Vorfall vorausgeht.

Am häufigsten tritt ein Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) auf (etwa 90 Prozent). In selteneren Fällen entsteht ein Bandscheibenvorfall auch im Bereich des Übergangs von der Brust- zur Lendenwirbelsäule oder der Halswirbelsäule (HWS).

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Welche Symptome verursacht ein Bandscheibenvorfall?

Die Beschwerden hängen maßgeblich davon ab, welche Nerven beeinträchtigt sind. Meist macht sich ein Bandscheibenvorfall durch akute stechende Schmerzen im Rücken bemerkbar, die mitunter bis in Beine und Füße ausstrahlen. Bei einem Vorfall im Bereich der Hals- oder Brustwirbelsäule treten Beschwerden in Hals, Brustkorb oder Schulter auf, die sich bis in Arme und Hände erstrecken können. Häufig verstärken sich die Schmerzen bei Bewegung. Auch Sensibilitätsstörungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Armen und Beinen können einen Bandscheibenvorfall begleiten. Selten treten Lähmungserscheinungen in den Extremitäten auf. Bisweilen entwickeln sich die Schmerzen auch allmählich.

Mögliche Symptome eines Bandscheibenvorfalls auf einen Blick:

  • Akute stechende Schmerzen im Rücken, die mitunter ausstrahlen
  • Beschwerden in Hals, Brustkorb oder Schulter
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Armen und Beinen
  • Selten: Lähmungserscheinungen in den Extremitäten

 

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Welche Ursachen kann ein Bandscheibenvorfall haben?

Zwar können einem Bandscheibenvorfall auch genetische Veranlagungen zugrunde liegen, doch geht er meist auf verschleißbedingte Veränderungen zurück, die mit zunehmendem Alter einhergehen. Doch auch jüngere Menschen können daran erkranken. Meist sind hier dauerhafte Fehlbelastung oder Verletzungen der Grund. Mangelnde Bewegung, vorwiegend sitzende Tätigkeit, Übergewicht und ständiges schweres Heben erhöhen das Risiko, einen Bandscheibenvorfall zu erleiden.

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Kann man einem Bandscheibenvorfall vorbeugen?

Man kann viel dafür tun, nicht daran zu erkranken. Sport und viel Bewegung stärken Bauch- und Rückenmuskulatur. Eine gut ausgebildete Muskulatur stützt die Wirbelsäule und entlastet somit die Bandscheiben. Ganz nebenbei reduziert sportliche Betätigung erfolgreich Übergewicht, das einen Bandscheibenvorfall begünstigt. Wer eine ausschließlich sitzende Tätigkeit ausübt, sollte ab und zu aufstehen und umhergehen. Lasten dürfen nur mit geradem Rücken, also durch das Beugen der Knie, hochgehoben werden – die Bandscheibe ist dafür dankbar.

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Bandscheibenvorfall Diagnose: Welche Untersuchungen finden statt?

Um eine ausführliche und ursächliche Diagnose stellen zu können, ist eine Kombination verschiedener Methoden sinnvoll. So macht sich der behandelnde Arzt zunächst durch eine genaue Befragung des Patienten zu den Symptomen ein Bild. Er wird in der Regel die betroffene Region abklopfen und abtasten sowie die Reflexe prüfen.

Zudem wird eine Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) zurate gezogen, um Aufschluss über die Ursache der Schmerzen zu erlangen. Sie gehören zu den bildgebenden Verfahren und erlauben eine dreidimensionale bzw. schichtweise Darstellung der Strukturen. In bestimmten Fällen bedient sich der Arzt einer so genannten Myelografie. Hier wird Kontrastmittel in den Wirbelkanal eingespritzt und anschließend ein Röntgenbild oder CT angefertigt.

Eine weitere, innovative Methode der Diagnose stellt die von Dr. med. Franz Copf entwickelte Funktionsdiagnostik dar. Hierbei können auf Basis von röntgenologischer sowie computertomographischer Diagnosemethoden einzelne Wirbelsäulenabschnitte analysiert werden. Auf diese Weise kann das Verhalten der Bandscheiben in besonderen Lagen und unter besonderen Belastungen besser beurteilt werden. Dies wiederum erlaubt das individuelle Bewegungszentrum jedes einzelnen Wirbelsäulenabschnittes präzise bestimmen zu können. Große Vorteile dieser funktionellen Diagnose liegen zum einen in der präziseren Beurteilung, wann eine Operation notwendig ist und zum anderen in der optimierten Planung für minimalinvasive oder operative Eingriffe.

Vergleich einer gesunden und einer geschädigten Bandscheibe

Gesunde Bandscheibe     Bandscheibenvorfall
Gesunde BandscheibeBandscheibenvorfall (Austritt des Gallertkerns)
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Häufige Fragen zum Thema Bandscheibenvorfall

Wie äußert sich ein Bandscheibenvorfall?

Es treten akute oder sich langsam entwickelnde Schmerzen im Bereich der Lenden-, Hals- oder Brustwirbelsäule auf, die in Beine und Arme ausstrahlen können. Auch Empfindungsstörungen wie Taubheitsgefühl, Kribbeln oder seltener Lähmungserscheinungen können Anzeichen sein.

Warum kommt es zu einem Bandscheibenvorfall?

Die Gründe können sowohl altersbedingter Verschleiß der Bandscheiben als auch Fehl- oder Überbelastungen, Verletzungen, Übergewicht oder auch eine ungesunde Lebensweise mit wenig Bewegung sein.

Muss ein Bandscheibenvorfall immer operiert werden?

Nein – nur bei 10 Prozent der Betroffenen ist ein operativer Eingriff notwendig.

Sind Bandscheibenvorfall, Hexenschuss und Ischias das Gleiche?

Nein – ein Hexenschuss kann zwar ähnliche Schmerzen verursachen, ist aber auf funktionelle Störungen – also strapazierte Muskeln oder Bänder im Rücken zurückzuführen. Ischias dagegen kann im Zuge eines Bandscheibenvorfalls auftreten, wenn dadurch der Ischiasnerv gereizt oder eingeklemmt ist.

Darf man nach einem Bandscheibenvorfall wieder Sport treiben?

Ja – allerdings sollte man die Bandscheibe nicht sofort nach der Genesung wieder voll belasten. Es ist ratsam, den Körper wieder Schritt für Schritt daran zu gewöhnen.

Was genau drückt bei einem Bandscheibenvorfall auf die Nerven?

Bei einem Bandscheibenvorfall tritt Gewebe aus dem Inneren der Bandscheibe aus und drückt auf Nervenbahnen oder Rückenmark.

Verursacht ein Bandscheibenvorfall immer Schmerzen?

Nein – er kann auch symptomfrei verlaufen.

Wie kann ich mich vor einem Bandscheibenvorfall schützen?

Wer durch Sport und Bewegung seine Rückenmuskulatur stärkt und sein Gewicht im Normalbereich hält, hat gute Chancen, nicht daran zu erkranken. Schwere Lasten sollten nicht mit gebeugtem Rücken gehoben werden.

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Kosten einer Therapie des Bandscheibenvorfalls

Werden die Behandlungskosten von den Krankenkassen übernommen?

In der Regel ja – alle Behandlungsmethoden, die im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten sind, werden übernommen. Dazu gehören Kosten für ärztliche Behandlung und die jeweiligen Diagnostikverfahren sowie für physiotherapeutische Maßnahmen und Medikamente. Physiotherapeutische Behandlungen sind jedoch in der Anzahl begrenzt. Auch ein operativer Eingriff, Krankenhausaufenthalt und eventuelle Reha-Maßnahmen gehören dazu. Einzige Einschränkung: die üblichen gesetzlichen Zuzahlungen. Alternative Behandlungsmethoden dagegen wie Chiropraktik oder Osteopathie werden nur selten von den Kassen erstattet.

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Videos zum Thema Bandscheibenvorfall

 

Informatives und anschauliches Video zum Aufbau der menschlichen Wirbelsäule und der Bandscheiben:

Video zum Bandscheibenvorfall

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Welche Therapien sind bei einem Bandscheibenvorfall erfolgreich?

In den meisten Fällen lässt sich ein Bandscheibenvorfall konservativ, d.h. durch schmerzlindernde Medikamente, physiotherapeutische Behandlung, Bewegung, Wärmeanwendungen oder Stufenlagerung erfolgreich behandeln. Allerdings nimmt der vollständige Heilungsprozess meist mehrere Wochen in Anspruch.

Führen diese therapeutischen Maßnahmen nicht zu einer Verbesserung oder treten Lähmungserscheinungen auf, die auch Blase oder Darm beeinträchtigen, ist ein operativer Eingriff notwendig. Bei einer Operation wird störendes Gewebe, das auf die Nervenenden drückt, entfernt. Moderne Operationsmethoden erlauben es, einen Bandscheibenvorfall minimalinvasiv zu behandeln. Ein klarer Vorteil ergibt sich dadurch vor allem in der Phase nach der Operation: Der Wundheilungsprozess ist wesentlich kürzer und es bleiben weniger bis kaum Narben sichtbar. In der Regel ist eine operative Behandlung des Bandscheibenvorfalls jedoch nur bei einem von zehn Patienten erforderlich.

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Experte für Bandscheibenvorfall in Stuttgart

Dr/univ. Franz Copf

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Dr. med. Dirk Maier

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 Michael Boutsakis

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